Organisationsformen

Die Auswahl einer geeigneten Lehrgangsform ist nicht ganz einfach. Bevor Sie sich auf den “Meisterweg” begeben, sollten Sie eine sehr genaue Analyse der Anbieter vornehmen. Schließlich werden Sie eine Menge Zeit und Geld investieren.

Um diese Entscheidung etwas besser zu strukturieren, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (kurz: BiBB) eine sinnvolle und hilfreiche Prüfliste für einen Anbietervergleich in der Weiterbildung erstellt.

Wer sich etwas weitergehender informieren möchte, kann sich die BIBB-Broschüre Checkliste “Qualität beruflicher Weiterbildung” herunterladen.

Und noch ein praktischer Tipp: Sofern Sie sich näher für einen Anbieter sollten Sie an einem Unterricht teilnehmen oder eine Probelektion anfordern. So können Sie sich einen besseren Eindruck verschaffen und zugleich sich (in der Pause…) mit den anderen Teilnehmern über ihre Erfahrungen austauschen. Seriöse Anbieter lassen solche Besuche – nach vorheriger Anmeldung – gerne zu.

Für die Qualifikation zum Industriemeister gibt es verschiedene Organisationsformen.

1. Vollzeitkurse

Vollzeitkurse bereiten in relativ kurzer Zeit auf die Prüfung zum Industriemeister vor. In den Fachrichtungen mit vielen Teilnehmerzahlen findet man in der Regel wohnortnah einen entsprechenden Kurs.
Der Unterricht wird dabei tagsüber mit etwa acht Unterrichtsstunden erteilt. Das Wochenende bleibt in der Regel unterrichtsfrei.

2. Teilzeitkurse

Neben der Vollzeitform gibt es verschiedene Angebote den Unterricht berufsbegleitend zu besuchen. Der Unterricht kann dabei in den Abendstunden erfolgen, wobei im Normalfall nur vier Unterrichtsstunden erteilt werden  (z. B. von 17.30 bis 20.45 Uhr).
Eine andere Möglichkeit wird im Bereich Freitag (z. B. 16 – 21 Uhr) und Samstag (z. B. 9 – 15.30 Uhr) angeboten.

Tipp: Sofern Sie einen Vollzeit-/Teilzeitkurs gefunden haben, sollten Sie sich nach den Erfahrungen anderer Teilnehmer erkundigen. Seriöse Anbieter lassen dabei einen sehr sinnvollen “Gastbesuch” zu. Sprechen Sie mit den dortigen Kursteilnehmern.

3. Fernlern-/Onlinekurse

Fernlernkurse oder Onlinekurse sind eine weitere Form, um die Fortbildung berufsbegleitend zu absolvieren. Hierbei erhält man Lernmaterialien, die selbst durchgearbeitet werden müssen.
Dabei gibt es eine Reihe von Anbietern, die massiv für diese Form werben.

Tipp: Lassen Sie sich eine Probelektion schicken bzw. freischalten, damit Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen können.
Prüfen Sie sich selbstkritisch – haben Sie die nötige Selbstdisziplin für diese Lehrgangsform?

4. Selbststudium

Grundsätzlich ist ein Selbststudium möglich. Allerdings ist es so schwierig aus der Fülle an Lernmaterialien die relevanten Aspekte auszuwählen.
Neben dem hohen Maß an Selbstdisziplin ist eine strukturierte und zielorientiertes Arbeitsweise erforderlich. Realistisch betrachtet ist dieser Weg nur etwas für ganz besondere Ausnahmefälle. Für die Mehrheit halten wir diesen Weg für nicht geeignet, um das Ziel zu erreichen.